Habitatbäume

Alte Baumbestände, Totholz sowie Höhlenbäume sind weniger bekannt als Sumpfgebiete und Trockenwiesen, jedoch sind sie von grosser Bedeutung für die Biodiversität unserer Region.

Mit dem Ziel, diese Vielfalt besser zu schützen und kennenzulernen, arbeitet der Park Chasseral eng mit Forstbesitzern zusammen, um die Habitatbäume in die Waldverwaltung miteinzubeziehen. Unterstützt wird der Park dabei von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Mehrere Massnahmen wurden vom Naturpark und seinen zahlreichen Partnern ergriffen.

  1. Erfassung und Kennzeichnung von Habitatbäumen

Der Park Chasseral nimmt eine Erfassung der Habitatbäume in Wäldern und Wytweiden von bestimmten Forstbesitzern vor (vgl. nebenstehende Links). Die Habitatbäume werden kartiert und beschrieben. Nach den Erfassungen und nach Absprache mit den Förstern werden die für die Biodiversität wichtigsten Bäume auf der Vorder- und Rückseite mit einem blauen « H » versehen, um wenn möglich ihre Abholzung zu verhindern. Beim Holzabbau werden nachhaltige und lokale Baumaterialien sowie Holzenergie erzeugt. Mit diesen Kennzeichnungen werden die Habitatbäume sowie deren Stellenwert für die Biodiversität beim Holzabbau besser berücksichtigt. 

Ihre Kontaktperson: Lucas Wolfer, +41 (0)32 942 39 49.

  1. Obstgärten

Die Erfassungen der Habitatbäume werden ebenfalls in den Obstgärten durchgeführt. Die Erhaltung von alten Obstbäumen in Verbindung mit der Pflanzung von Jungbäumen, um die Erneuerung der Obstgärten sicherzustellen, ermöglicht, ein Netz von Habitatbäumen ausserhalb der Waldgebiete zu schaffen. Zu diesem Zweck werden Landwirte und Obstgartenbesitzer beraten.

Ihre Kontaktperson: Lucas Wolfer, +41 (0)32 942 39 49.

  1. Inventar der holzbewohnenden Käferarten

Inventare von Käferarten werden vom Park Chasseral mit Hilfe von Spezialisten durchgeführt: 511 Arten konnten bereits an verschiedenen Orten eingefangen werden, vor allem oberhalb des Dorfes Orvin. Ungefähr die Hälfte davon ist von Totholz oder verrottendem Holz anhängig. Eine Spezies (Anytis rubens) wurde bisher noch nie in der Schweiz beobachtet!

Ihre Kontaktperson: Lucas Wolfer, +41 (0)32 942 39 49.

  1. Angebote für Schulen

Für Schulklassen der Region bietet der Park eine pädagogische Animation zum Thema Habitatbäume an, um den Kindern spielerisch den oft unerwarteten Reichtum der Arten vorzustellen. Ein Waldkauz führt die SchülerInnen der Phase 1 durch den Wald, um die Baumbewohner besser kennenzulernen. In der Phase 2 werden die SchülerInnen durch eine «Krimi»-Ermittlung in die Welt dieses kleinen Volkes eingeführt.

Ihre Kontaktperson: Aline Brüngger, +41 (0)32 942 39 49.